Fly with me

The Pilots’ Club

Erotischer Liebesroman

 

 

von

 

Julia Moore

 

 

Fly with me – Jared  ©2020 by Julia Moore/Martina Gercke

Coverdesign Catrin Sommer, www.rausch-gold.com

 

 

Julia Moore/Martina Gercke wird vertreten durch die Literatur-Agentur AVA München.

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin. Personen und Handlungen sind frei erfunden, etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Markennamen sowie Warenzeichen, die in diesem Buch verwendet werden, sind Eigentum ihrer rechtmäßigen Eigentümer.

 

Prolog – Jared

 

Schon als kleiner Junge war es mein Traum, Pilot zu werden. Das Gefühl, ein Flugzeug zu kontrollieren und dabei für Hunderte Menschen verantwortlich zu sein, hat mich immer gereizt. Aber auch die Frauen. Flugbegleiterinnen sind meistens nicht nur hübsch, sondern auch ausgesprochen sexy in ihren Uniformen. 

Ich liebe die Herausforderung, deshalb habe ich mich direkt nach dem College bei einer der größten Fluglinien der Welt beworben. Ich vertrete die Ansicht, dass man seine Ziele lieber zu hoch als zu niedrig stecken sollte. Ich hatte Glück und die Fähigkeiten, die man für diesen Job braucht. Nur wenige Wochen später befand ich mich in der Flugschule in Phoenix. Dort habe ich Ryan, Carter, Brandon, Adrian und Julian kennengelernt. Wir könnten nicht unterschiedlicher sein. Ryan lebt in Los Angeles, ist groß, sportlich und ein ziemlicher Draufgänger. Joel wohnt in Miami und ist der typische Sonnyboy mit seinen blonden Haaren und dem Dauergrinsen auf dem Gesicht. Brandon stammt aus New York und ist mit dem goldenen Löffel großgezogen worden. Seine Familie ist unglaublich einflussreich. Adrian und Fynn sind Zwillinge. Die beiden haben es faustdick hinter den Ohren und schlüpfen gerne mal in die Identität des anderen. Ihr Zuhause ist Chesapeak in North Carolina. 

Was uns verbindet, ist der Traum vom Fliegen – und die Frauen. 

Seit knapp drei Jahren sind wir Piloten auf der Langstrecke. Aufgrund unserer unterschiedlichen Dienstpläne und Standorte sehen wir uns nur noch selten. Unsere Ziele: die ganze Welt.

Vor einem Jahr haben wir den Pilots‘ Club gegründet. Genaugenommen ist der Club ein weitgefächertes Netzwerk. Wir haben Wohnungen und Beziehungen überall auf der Welt, die uns zur Verfügung stehen und die wir gemeinsam nutzen. Hauptsächlich um unsere Fantasien ausleben zu können, was Frauen anbelangt. Außenstehenden ist dieses Privileg verwehrt. Niemand außer uns weiß von unserer geheimen Verbindung, und das soll auch so bleiben.

 

Wir haben klare Regeln aufgestellt:

 

    1. Wir nennen niemals unsere Namen. 

2. Wenn wir uns einer Frau annehmen, dann nur dieses eine Mal. 

3. Die Frau gibt die Grenzen vor. 

4. Wir nutzen Frauen nicht aus.

5. Es gibt keine Tabus.

6. Beide Seiten sollen auf ihre Kosten kommen.

7. Der Gentleman genießt und schweigt.

8. Unser Netzwerk bleibt geheim.

9. Wir unterstützen uns gegenseitig.

Die wichtigste Regel kommt am Schluss:

10. Du darfst dich nicht in die Frau verlieben. Sonst bist du raus.

1­ – Lucy

 

Ich schlage die Augen auf. Die Sonne fällt durch das große Fenster direkt auf das Bett. Gähnend drehe ich mich zur Seite und werfe einen Blick auf mein Handy, das auf dem Nachttisch liegt. Unzählige Nachrichten poppen auf dem Display auf. Oh Mann, damit fängt der Tag schon mal gut an. 

Seit ich bei Johnson & Walsh arbeite, steht mein Telefon nicht mehr still. Das ist der Preis dafür, dass ich Teil der berühmtesten und erfolgreichsten Kanzleien in ganz London sein darf. Mit meiner Unterschrift unter dem Arbeitsvertrag Anfang des Jahres habe ich ein Stück weit meine Seele verkauft und bin zum Sklaven meines Chefs geworden. 

 Ich hieve meinen müden Körper aus dem Bett. Ich habe bis spät in die Nacht die Akten durchgearbeitet, die Maxwell mir gegeben hat. Sechs Stunden Schlaf sind einfach zu wenig, um sich wirklich ausgeruht zu fühlen. Wenn ich daran denke, wie lange ich früher geschlafen habe … 

Meine volle Blase fordert ihr Recht. Auf nackten Füßen tapse ich ins Badezimmer und breche auf dem kalten Toilettensitz zusammen. In der Wohnung ist es mucksmäuschenstill. Anscheinend schläft meine Mitbewohnerin noch. Die Glückliche. Im Gegensatz zu mir kann sie sich ihre Zeit einteilen. 

Mein Blick fällt auf den Boden. Ist das …? Ich blinzele. Vielleicht habe ich mich ja getäuscht. Mit spitzen Fingern nehme ich das schwarze Stück Stoff hoch. Nein, ich habe mich nicht geirrt. Das ist definitiv ein Männerslip. Wie es aussieht, hat Zoe Besuch. Ich habe so fest geschlafen, dass ich nicht mitbekommen habe, dass sie nach Hause gekommen ist. Angewidert lasse ich den Slip fallen. Zoe ist die beste Freundin und tollste Mitbewohnerin, die man sich wünschen kann, aber ihre Männergeschichten sind tatsächlich etwas anstrengend, und mit Ordnung hat sie es auch nicht so. 

Missmutig drücke ich die Spülung und stehe auf. Was ich jetzt brauche, ist eine heiße Dusche und eine starke Tasse Kaffee. Ich schlüpfe unter die Dusche. Mit geschlossenen Augen lehne ich mich mit der Stirn gegen die Wand und genieße das Gefühl der prasselnden Tropfen auf meiner Haut. Langsam erwachen meine Muskeln aus ihrem Tiefschlaf. In Gedanken gehe ich meinen Tagesplan durch. Maxwell hat mehrere Treffen mit Mandanten angesetzt, bei denen ich anwesend sein soll. Mein Boss ist ein Mann der alten Schule, der von sich glaubt, dass er der Einzige ist, der es draufhat. So ganz unrecht hat er nicht; die Umsätze der Kanzlei sprechen für sich.

Ein Geräusch lässt mich hochschrecken. Eine hochgewachsene Gestalt steht im Badezimmer und kratzt sich am Hintern. Das ist definitiv nicht Zoe! 

Vor mir steht ein nackter Kerl, dessen bestes Stück wie ein getrockneter Tannenzapfen zwischen seinen haarlosen Beinen baumelt. Ich kann diesen Trend der Komplettrasur bei Männern nicht nachvollziehen. Ich persönlich finde, ein Mann darf durchaus behaart sein, solange er nicht wie ein Bär aussieht. Dieses Exemplar vor mir mutet eher wie ein griechischer Jüngling an, was ihn jedoch nicht daran hindert, mich mit großen Augen anzustarren – oder besser gesagt meine Brüste.

»Hey, was soll das!«, fauche ich und bedecke meine Brust mit meinen Armen, was zur Folge hat, dass sein Blick nach unten wandert und dort hängen bleibt. 

Unverschämtheit! Meine rechte Hand schnellt nach unten, um meine primären Geschlechtsteile zu bedecken, während die linke verzweifelt versucht, meinen üppigen Busen zumindest teilweise zu verstecken.

»Hi!« Ein breites Grinsen bildet sich auf dem Gesicht des Jünglings. 

Wenn ich Zoe zu fassen kriege, knallt es! »Dreh dich gefälligst um!« 

Er denkt überhaupt nicht daran, sondern kratzt sich weiter genüsslich am Po. »Ich bin Liam.« 

»Das ist ja schön für dich«, zische ich zurück, »aber ich würde mich jetzt wirklich gern fertig machen.« Er sieht mich verständnislos an. »Allein!«

Sein Mundwinkel zuckt. »Hätte Zoe mir gesagt, dass sie eine so hübsche Mitbewohnerin hat, dann …« 

»Hätte Zoe mir gesagt, dass sie einen unverschämten Idioten wie dich mit nach Hause bringt, dann hätte ich sie gar nicht reingelassen. So, und jetzt mach dich vom Acker.«

Er bewegt sich noch immer keinen Millimeter. Langsam wird es mir zu bunt. 

»ZOE!!!« Mein Schlachtruf hallt durch das Badezimmer. Sekunden später reißt meine beste Freundin die Tür auf. 

»Was ist passiert?« Zoe steht mit zerwühlten Haaren, Slip und Tanktop vor der Dusche. Selbst in diesem Zustand sieht sie atemberaubend gut aus, was ein Affront gegen jede normale Frau ist. Dass ihr Lover nackt vor mir steht, scheint sie nicht weiter zu stören.

»Kannst du das bitte entfernen!« Ich halte noch immer meine Blöße bedeckt. 

»Das?« Der Jüngling sieht mich mit dümmlichem Gesichtsausdruck an. Dazu muss man sagen, dass Zoe nicht sonderlich wählerisch ist, was ihre Sexpartner anbelangt. 

»Liam, ich glaube, es ist besser, wenn du gehst«, sagt Zoe im Tonfall einer Mutter, die mit ihrem Kind spricht. 

»Aber wir könnten doch …« Er grinst schief. Sein Blick wandert von mir zu Zoe und wieder zurück.

»Vergiss es!« Zoe schiebt ihn mit sanfter Gewalt zur Tür hinaus. »Sorry, Lucy. Ich mach’s wieder gut.« Mit einem Lächeln verschwindet sie. 

***

»Hier, für dich.« Zoe steht in Unterwäsche an den Türrahmen der Küche gelehnt und hält mir einen Kaffeebecher entgegen. »Als kleine Wiedergutmachung für den sexy Anblick heute Morgen.«

»Meinst du mich oder deinen Jüngling?« Ich schiele hinter ihren Rücken, um sicherzugehen, dass sich Besagter nicht dahinter versteckt hält, kann jedoch nichts entdecken. Immerhin konnte ich mich nach dem unwillkommenen Badezimmer-Besuch ungestört für die Arbeit fertigmachen. 

»Na, Liam, natürlich. Der ist durchaus was fürs Auge.«

»Das ist Geschmackssache. Mein Typ ist es nicht. Zu jung. Ich mag lieber echte Männer.« Ich nehme einen Schluck des heißen Gebräus. Der Kaffee schmeckt Weltklasse. Zoe hat eine dieser bei den Hipstern angesagten chromfarbenen Kaffeemaschinen in die WG gebracht, die ein Vermögen kosten, aber in meinen Augen jeden Penny wert sind. »Weiß seine Mami, dass er bei dir übernachtet hat?«

»Wieso? Liam ist zweiundzwanzig.«

»Sag ich doch – ein Kind quasi.« 

»Ein ziemlich scharfes Kind.«, schießt meine Freundin grinsend zurück. »Du weißt nicht, was du verpasst.«

»Keine Details bitte.« Zoe neigt dazu, ihr Sexleben in den schillerndsten Farben zu schildern. 

Sie macht einen Schmollmund. »Oh, manchmal bist du echt spießig.«

»Ich liebe dich auch.« Ich gebe ihr einen Kuss auf die Wange und trinke den letzten Schluck.

»Hey, lass mir noch etwas übrig, du gieriges Miststück.« Zoe reißt mir den Kaffee aus der Hand. »Das ist nicht fair.« Sie wedelt mit dem leeren Becher vor meinem Gesicht.

»Das dachte ich auch, als heute Morgen der nackte Mann ins Badezimmer kam.« Ich beuge mich vor und gebe ihr einen Kuss auf die Wange. »Viel Spaß noch mit deinem Teenager.«

»Du bist nur neidisch, dass ich großartigen Sex habe.«

»Ich kann dir versichern, mein Neid hält sich in Grenzen. So groß ist meine Not nicht, da warte ich lieber, bis der Richtige vorbeikommt.«

»Du sollst die Kerle ja nicht gleich heiraten. Ich für meinen Teil genieße es, einen knackigen Typen im Bett zu haben. Liam ist noch wissensdurstig.« Sie zwinkert mir zu. 

»Okay, das reicht an Info.« Ich drücke meine Freundin. »Wir sehen uns heute Abend nach dem Sandmännchen.«

»Blöde Kuh.«

»Danke, dir auch einen schönen Tag.« Lachend verschwinde ich nach draußen.

 

 

2 – Lucy

 

»Miss Lucy«, begrüßt mich der Portier freundlich. 

»Hi, Edward.«

 Mit einem geschickten Wurf befördere ich den leeren Kaffeebecher in den Mülleimer direkt neben dem Eingang. Edward applaudiert. Das ist ein Spiel zwischen uns. Jeden Morgen, wenn ich komme, platziert sich Edward neben dem Mülleimer und begutachtet meine Wurftechnik. Am Anfang habe ich ziemlich oft daneben geworfen, aber mittlerweile liegt meine Trefferquote bei neunzig Prozent. Edward war früher mal Basketball-Coach, bis er seinen Job durch seinen Alkoholismus verloren hat. Seit ein paar Jahren ist er trocken. Maxwell Johnson ist zwar ein knallharter Geschäftsmann, aber mit Herz. Er hat Edward als Einziger eine Anstellung gegeben, obwohl er dessen Vorgeschichte kannte. Der Job als Portier ist zwar nicht übermäßig bezahlt, aber es reicht für das tägliche Leben. 

»Gut gemacht!« Edward grinst, und um seinen Mund bilden sich scharfe Lachfalten. Das mag ich an ihm. Er grollt nie mit seinem Schicksal, sondern nimmt es an und macht das Beste daraus.

»Ich hatte einen guten Trainer«, sage ich lachend. 

»Den besten.« Er zwinkert mir zu. »Einen schönen Tag, Miss Lucy.«

»Das Gleiche für dich.« Ich werfe ihm einen Flugkuss zu. Edward greift sich mit beiden Händen lachend an die Brust.

Gutgelaunt gehe ich zu den Fahrstühlen. Zehn Stockwerke später bin ich endlich im Büro. Sukie, unsere Sekretärin, empfängt mich mit einem eher sparsamen Lächeln. Mit ihrem hellbraunen Dutt und der Hornbrille erinnert sie entfernt an Miss Moneypenny aus den alten Bond-Filmen. 

»Morgen, Sukie«, grüße ich im Vorbeigehen.

»Mister Johnson erwartet Sie bereits in seinem Büro«, ruft sie mir hinterher.

Mist. Ich hatte gehofft, meine Mails in Ruhe durchzulesen. Na, daraus wird wohl nichts. Muss dringend sein, wenn Maxwell mich ohne Umwege in sein Büro ruft. Hoffentlich habe ich nichts verkehrt gemacht. Schnell gehe ich im Geiste noch mal die letzten Mails an ihn durch. Nein, ich kann keinen Fehler finden.

»Bin in fünf Minuten bei ihm«, teile ich Sukie mit und verschwinde in meinem Büro. 

Seufzend lege ich die Tasche auf meinen Schreibtisch und schalte den Computer ein. Mein Büro ist ein großer Raum mit weißen Wänden und einem grauen Kurzhaarteppich. Die Möbel sind schlicht und zweckmäßig, einzig das große Bild an der Wand gibt dem Zimmer einen persönlichen Touch. Es ist eine Fotografie von der jungen Kate Moss. Ich habe es mir von meinem ersten Gehalt gekauft. 

Ich werfe einen Blick in den Spiegel. Meine Haare sitzen, und die Bluse leuchtet in einem strahlenden Blau, passend zu meiner Augenfarbe. Professionell und doch stylisch. So kann ich mich bei Maxwell sehen lassen. Tief drinnen befürchte ich, dass mein Boss mich nicht nur wegen meiner guten Abschlussnoten genommen hat, sondern auch, weil er eine Schwäche für Blondinen hat. Nicht, dass er mir jemals zu nahe gekommen wäre. Im Gegenteil, er achtet in Zeiten von #metoo sehr darauf, keiner seiner Mitarbeiterinnen Anlass zur Beschwerde zu geben. Ich bin eben einfach sein Typ. 

Mit schnellen Schritten durchquere ich den Flur vorbei an den Büros meiner Kollegen bis zu Maxwell. Ich hole tief Luft, bevor ich anklopfe.

»Herein.« Maxwells knarzige Stimme dringt durch die Holztür.

Mit Schwung drücke ich die Klinke runter und betrete das Büro.»Guten Morgen, Maxwell.«

»Sie sind spät dran«, erwiderte er, ohne den Kopf zu heben. Vor ihm auf dem Schreibtisch liegen mehrere Aktenstapel und Unterlagen. Einmal mehr frage ich mich, wie er bei dem Chaos den Überblick behält.

»Wir hatten acht Uhr ausgemacht«, antworte ich. Maxwell Johnson muss man selbstbewusst entgegentreten, wenn man ernst genommen werden möchte.

»Mhm.« Es ist das erste Mal, dass er zu mir hochsieht. Seine Schweinsäuglein mustern mich aufmerksam. 

»Sie wollten etwas mit mir besprechen, Sir«, sage ich mit einem Lächeln.

»Ja, ähm. Bitte setzen Sie sich doch.« Er deutet auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch. Artig nehme ich Platz, darauf bedacht, meine Beine sittsam übereinanderzuschlagen. »Nun ja, ich wollte fragen, ob Sie sich mit dem Fall Harrison vertraut gemacht haben.« 

Das ist natürlich eine rhetorische Frage, schließlich hat Maxwell mir höchstpersönlich aufgetragen, mich damit zu befassen, und mich somit um meinen wohlverdienten Schlaf gebracht. 

»Ja«, antworte ich. »Die Firma Harrison plant ein großes Bauvorhaben in Brooklyn. Allerdings gibt es ein kleines Problem wegen des alten Fabrikgebäudes auf dem Gelände, das unter Denkmalschutz steht.« Das Gute an der Kanzlei Johnson & Walsh ist, dass sie international arbeitet und eine Dependance in New York hat. Ebenso in Deutschland und Shanghai.

»Richtig.« Ein Lächeln huscht über das aufgedunsene Gesicht meines Chefs. Genau jetzt erinnert er mich an Jabba the Hutt, den schneckenähnlichen grünen Alien aus Star Wars. »Wie ist Ihre Einschätzung der Lage?«

Ich halte für den Bruchteil einer Sekunde die Luft an. Das ist ein Test. »Ich habe mir die Bebauungspläne genau angesehen und glaube, dass ich eine Gesetzeslücke gefunden habe, die es uns ermöglichen sollte, eine Baufreigabe bei den örtlichen Behörden zu erwirken.« 

»Das klingt interessant.« Seine Augen ziehen sich zu Schlitzen zusammen. An seinem Gesichtsausdruck kann ich sehen, dass ich seine volle Aufmerksamkeit habe. Ich schildere ihm mit kurzen Worten meine Einschätzung der Lage. Als ich fertig bin, lächelt er. »Sehr gut. Ich wusste, dass hinter dieser hübschen Fassade ein schlauer Kopf steckt. Das ist in etwa auch meine Idee, wobei die Ihre noch deutlich präziser ist. Nun gilt es herauszufinden, wie unsere Chancen sind, damit durchzukommen.« Das muss man ihm lassen: Er lobt sein Gegenüber, wenn er es für angebracht hält. Ich nicke eifrig, um ihm meine volle Zustimmung zu signalisieren. »Das wird Ihre Aufgabe sein.«

Ich stocke. Habe ich mich gerade verhört? Kann es wirklich sein, dass Maxwell mir eine derart große Verantwortung zukommen lässt?

»Sie finden bis morgen heraus, ob wir unserem Klienten eine umsetzbare Lösung präsentieren können.« 

Ah, da ist der Haken. Das bedeutet im Klartext, dass ich die Nacht durcharbeiten werde, wenn ich mit einer akzeptablen Lösung rüberkommen möchte.  »Aber Sir, warum bis morgen? Ich dachte, die Frist ist auf den Achtzehnten festgesetzt.« 

»Weil wir morgen nach New York fliegen und unseren Mandanten persönlich treffen, um die Vorgehensweise zu besprechen«, antwortet Maxwell knapp.

»Was?«, rutscht es mir raus. In meinem Kopf wirbeln die Worte durcheinander. Alles, was hängen bleibt, ist New York.

Ein breites Grinsen zieht über Maxwells Gesicht. »Ich dachte mir, dass es Sie freuen würde.«

Ich muss mich zusammenreißen, um nicht laut loszuschreien. »Absolut, Sir.«

»Das ist alles«, entlässt er mich. »Sukie kümmert sich bereits um unsere Flüge.« Maxwell wendet sich einem Dokument zu, das auf seinem Schreibtisch liegt. Das sichere Zeichen für mich, dass unser Gespräch beendet ist.

»Danke, Sir.« Ich stehe auf und gehe zur Tür.

»Lucy.« 

Ich drehe mich zu ihm um. »Ja, Sir?«

»Enttäuschen Sie mich nicht.« 

Das ist kein gut gemeinter Rat, sondern eine Warnung, die ich nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Wie sagt man so schön: Hart, aber herzlich. Diese Worte treffen bei Maxwell zu hundert Prozent zu. Ich schlucke trocken. »Nein, Sir.«

»Gut.« Maxwell nickt. Sein Blick ruht mit einem zufriedenen Lächeln auf mir.

Mit klopfendem Herzen verlasse ich sein Büro. Als die Tür hinter mir ins Schloss fällt, bleibe ich stehen und mache einen Luftsprung. New York war schon immer mein Traum. Broadway. Times Square. Central Park. MoMA. Highline. Ich kann es nicht fassen! Schon als junges Mädchen habe ich davon geträumt, eines der Musicals am Broadway zu besuchen. Jetzt ist der Traum zum Greifen nah! 

Im selben Moment überfällt mich Panik. Morgen! Bis dahin muss ich tausend Dinge erledigen, davon abgesehen, dass ich meinen Koffer packen und mich vorbereiten muss. Maxwell hat selbst gesagt, dass ich ihn nicht enttäuschen darf. Dann ist da noch das Treffen mit meinen Freundinnen heute Abend, das ich unmöglich absagen kann. 

Ich werfe einen Blick auf meine Armbanduhr. Es ist noch früh. Wenn ich mich beeile, könnte ich alles schaffen, was ich mir vorgenommen habe. Ich hüpfe zurück in mein Büro. In meinem Kopf singt die Stimme von Frank Sinatra: New York. New York. I want to wake up in that wonderful city … 

3 – Lucy

 

Vor mir auf dem Bett liegt mein Koffer. Ich habe so weit alles fertig gepackt. Mehrere Blusen und Anzüge befinden sich sorgfältig gefaltet in meinem silbernen RIMOWA. Marie Kondo wäre stolz auf mich. Alles ist ordentlich und gewissenhaft gepackt. 

Zoe hat darauf bestanden, dass ich noch zwei Abendoutfits mitnehme. Dazu habe ich noch mehrere Sets teure Unterwäsche gepackt. Eine Frau sollte in meinen Augen immer Wert auf ihre Unterwäsche legen. Man weiß schließlich nie, was der Abend so bringt – ein Spruch meiner Granny, und die Frau muss es wissen. Schließlich war sie dreimal mit sehr einflussreichen Männern verheiratet. Außerdem finde ich den Gedanken schrecklich, dass mir etwas passieren könnte und das Erste, was die Rettungskräfte sehen, ist meine ausgewaschene Baumwollunterwäsche. 

Jetzt fehlt nur noch mein Kulturbeutel. Ich will gerade ins Badezimmer gehen, als mein Handy klingelt. Auf dem Display leuchtet das lachende Gesicht von Mum auf. »Hi.«

»Mein Schätzchen, wie geht es dir? Ich habe ja eine Ewigkeit nichts mehr von dir gehört.«

»Mum, wir haben vorgestern miteinander telefoniert.«

»Sage ich doch, eine halbe Ewigkeit!«, erwidert sie entrüstet darüber, dass ich ihre Aussage angezweifelt haben könnte. Mum hat sich seit meiner Geburt ausschließlich um mich und meine ältere Schwester gekümmert. Ihr ganzes Denken und Handeln ist bis heute auf uns Kinder ausgerichtet. Dank ihrer Enkel ist die Aufmerksamkeit etwas von uns abgerückt. Dafür liegt ihr Fokus seit Neustem darauf, mich unter die Haube zu bringen. Ich muss ehrlich sagen, da war mir die Sorge um meine Gesundheit lieber.

Ich muss angesichts ihrer Entrüstung lächeln. »Wie geht es dir? Alles okay bei euch?«

»Ja, dein Vater und ich hatten einen wunderbaren Abend bei den Millers«, fängt sie an zu plappern. »Stell dir vor, ihre Tochter hat sich verlobt.« Ich seufze leise, da ich ahne, worauf das Gespräch hinausläuft. »Sie wollen nächstes Jahr im Mai heiraten. Wie läuft es bei dir?«

Ich beschließe, mich blöd zu stellen. »Was meinst du?«

»Na, mit der Liebe. Hast du jemanden kennengelernt?«

»Ich sage es ungern noch mal, aber wir haben vorgestern miteinander telefoniert. Wie soll ich in der kurzen Zeit jemanden kennengelernt haben?«

»Das kann ganz schnell gehen mit der Liebe, und ehe du es dich versiehst, bist du deinem Traummann über den Weg gelaufen.«

»Ehrlich gesagt bin ich nicht auf der Suche.«

»Ach so.« Enttäuschung schwingt in ihrer Stimme mit. »Das solltest du aber!«

»Wieso jetzt genau?«

»Deine biologische Uhr tickt.«

»Mum, ich bin neunundzwanzig Jahre alt. Bei mir tickt gar nichts.«

»Das sagst du. Ich habe gerade einen Artikel gelesen, in dem stand, dass die Fruchtbarkeit bei Frauen ab dem dreißigsten Lebensjahr drastisch nachlässt.«

Ich seufze erneut. »Dann habe ich ja noch ein Jahr, bis es so weit ist.«

»Das geht schneller, als man denkt, und schwupp, vertrocknen deine Eier zu kleinen Rosinen.« 

Da merkt man mal wieder, dass Mum vor meiner Geburt als Krankenschwester gearbeitet hat. »Mum, bitte. Du hast doch schon zwei Enkel.«

»Ich wünsche mir aber auch von dir Enkel«, erwidert sie patzig.

»Da wirst du dich noch etwas gedulden müssen.«

Sie atmet schwer ein und aus.

»Die Männer müssten doch bei dir Schlange stehen«, startet sie einen letzten Versuch. Mum und Dad halten mich für das schönste weibliche Wesen auf diesem Planeten, was sehr liebenswert, aber nicht ganz richtig ist. 

»Das liegt daran, dass ich den ganzen Tag arbeite und nicht dazu komme, mich mit Männern zu treffen.«

»Schätzchen, das ist aber gar nicht gut. Du bist im besten Alter einer Frau. Du willst doch nicht als alte Jungfer enden.«

»Allein die Bezeichnung ist schon eine Beleidigung«, schnaube ich. »Ich bin Ende zwanzig, also noch weit von einer alten Jungfer, wie du es nennst, entfernt!«

»Jetzt sei doch nicht so empfindlich. Du weißt doch, was ich meine.«

»Ja, aber bitte mach dir doch deshalb keine Gedanken.« Ich spiele gedankenverloren mit einer Haarsträhne zwischen meinen Fingern. 

»Mache ich aber. Ich möchte, dass du glücklich bist«, beharrt Mum.

»Ich bin glücklich.« Es scheint für meine Umwelt und ganz besonders meine Familie schwer begreiflich zu sein, dass eine Frau in meinem Alter auch ohne Mann zufrieden sein kann.

Wir haben diese Diskussion schon unzählige Male geführt. Mittlerweile ist es eines der Hauptthemen bei Familientreffen. Dieses Weihnachten hat mich meine Familie an das Tischende zu den dreijährigen Zwillingen verbannt. Als ob ich nicht dazugehören würde, nur weil ich nicht verheiratet oder zumindest liiert bin. Ich war ziemlich beleidigt und habe danach eine Woche nicht mit meiner Mutter gesprochen. Ellen, meine Schwester, fand es sogar völlig normal, dass ich bei ihren Kindern saß. 

»Du kannst mich ruhig ein wenig entlasten«, waren ihre exakten Worte, »wenn du selbst schon keine Kinder hast.« Aus ihrem Mund klang es wie ein Makel. Als ob jede Frau über dreißig mindestens zwei Kinder haben müsste.

»Ich fliege nach New York«, versuche ich das Thema zu wechseln.

»New York!«

Ich erzähle ihr von meiner bevorstehenden Geschäftsreise. Zum Glück steigt Mum auf das Thema ein, und wir plaudern eine Weile darüber, was ich so alles unternehmen werde, wenn ich dort bin.

»Ich bin so stolz auf dich, Schätzchen«, bricht es aus Mum heraus. 

»Wir sind stolz auf dich«, ertönt Dads Stimme im Hintergrund und zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht. Der gute Dad. Immer für mich da. 

»Danke. Ich bin ziemlich aufgeregt. Ist schließlich meine erste große Geschäftsreise.«

Es raschelt laut am anderen Ende. »Du wirst das schon meistern«, höre ich Dads Stimme nun dicht am Ohr. »Bleib einfach ruhig und lass dich nicht durch das Geschäftsgebaren der Männer beeindrucken. Die sind es nicht gewohnt, dass eine Frau, die noch dazu so hübsch ist wie du, ihnen überlegen sein könnte.« 

»Das mache ich.« 

»Und lass dir von deiner Mutter nichts einreden, was die Männer anbelangt. Du wirst schon noch deinen Traummann kennenlernen.« Ich höre, wie Mum ihn von der Seite anraunzt. »Ich hab dich lieb. Sei vorsichtig. New York ist ein heißes Pflaster, und die Kriminalitätsrate ist ziemlich hoch. Am besten, du nimmst dein Pfefferspray mit.« Da kommt der Polizist in ihm durch.

»Pfefferspray im Flugzeug? Dad, damit komme ich nicht durch die Sicherheitskontrollen. Ich schaffe das auch so. Mach dir bitte keine Sorgen.«

Es raschelt. Ich höre Mum schwer atmen. Ein sicheres Zeichen, dass sie Dad soeben mühevoll das Telefon abgeringt hat. »Ich bin ganz der Ansicht deines Vaters. Ich mache mir einfach Sorgen um dich.«

»Dann hör auf, dir Sorgen zu machen«, bitte ich sie. »Freu dich lieber für mich, dass ich beruflich Erfolg habe. Das würde mir wirklich helfen und mich glücklich machen.«

»Natürlich, Liebes«, versichert Mum mir. »Ich bin superstolz darauf, dass du es als erste Barton geschafft hast, einen Abschluss in Jura hinzulegen.« Sie stößt einen erschrockenen Laut aus. 

»Was ist, Mum?«, frage ich irritiert.

»Bist du denn zu meinem Geburtstag zurück?«

»Natürlich«, beruhige ich sie. Mums Feier zum fünfundsechzigsten Geburtstag findet am Wochenende nach meiner Rückkehr statt. »Ich will nicht nach New York auswandern.«

»Sehr gut. Ellen hat mir bei den Einladungskarten geholfen. Mit dir sind wir dreißig Personen.« Sie räuspert sich. »Sollen wir einen Platz für deine Begleitung einrechnen?«

Sie kann es nicht lassen! »Nein, ich komme allein.«

»Schade.« Mum seufzt, hält sich aber mit weiteren Bemerkungen zurück.

»Und bitte, ich möchte nicht wieder am Kindertisch sitzen«, werfe ich noch schnell ein. »Falls ihr darüber nachgedacht haben solltet.« Das folgende Schweigen zeigt mir, dass ich mit meiner Vermutung nicht ganz danebengelegen habe. »Okay, Mum, ich muss Schluss machen. Bitte gib Dad einen Kuss von mir. Ich melde mich aus New York.«

»Ist gut, mein Schätzchen. Flieg vorsichtig und denk daran, dir einen Schirm mitzunehmen.«

Ich muss lächeln. »Mum, ich fliege nach New York und nicht in den Regenwald.«

»Und setz dich in die Nähe des Notausgangs, damit du im Falle der Fälle schnell draußen bist«, schiebt Mum noch einen weiteren Ratschlag hinterher. 

»Das mache ich«, verspreche ich um des lieben Friedens willen.

»Gut. Ich wünsche dir viel Spaß. Ich liebe dich.«

»Ich dich auch, Mum.« 

4 – Jared

 

Zusammen mit dem Kapitän gehe ich zum Briefingraum, wo die heutige Crew auf uns wartet. Es ist noch relativ früh, und ich sehne mich nach einer starken Tasse Kaffee. Ich habe schlecht geschlafen. Mir steckt noch immer der Zeitunterschied des letzten Fluges in den Knochen.

 Fünfzehn Augenpaare richten sich auf uns, als wir den Raum betreten. Fünfzehn hübsche Augenpaare wohlgemerkt. Clark, der Kapitän, macht zuerst die Runde und begrüßt jeden mit Handschlag. Ich folge seinem Beispiel. Ich stelle fest, dass ich die meisten Flugbegleiterinnen kenne. Nur zwei neue Gesichter. So wie sie sich zurecht gemacht haben, gehe ich davon aus, dass es sich um Neulinge handelt. Die Haare sind streng zu einem Knoten zurückgekämmt, die Lippenstiftfarbe harmoniert mit dem Nagellack, und die Blusen sind akkurat gebügelt, ohne die kleinste Knitterfalte. Aber ich kann schon jetzt sagen, dass keine von beiden mein Typ ist, dabei bin ich nicht auf eine Haarfarbe oder Figur festgelegt. In dieser Hinsicht bin ich völlig offen. Es sind mehr die kleinen Dinge, die den Unterschied für mich machen und dazu führen, dass ich mich für eine Frau interessiere. Ein besonderes Lächeln, die Stimme, die Art sich zu bewegen, eine sinnliche Ausstrahlung. Das gesamte Paket eben. Reine Schönheit langweilt mich.

»Hi, Jared«, begrüßt mich Sondria. Sie ist die Chefstewardess und verantwortlich für die Kabinencrew.

»Hi, Sondria.« Ich lächele ihr freundlich zu. »Lange her, dass wir zusammen geflogen sind.« Eigentlich hätte ich ›dass wir gevögelt haben‹ sagen müssen, aber in Anbetracht der Situation verkneife ich es mir. 

»Zu lange, wenn du mich fragst.« Sie zwinkert mir zu. Im Gegensatz zu mir hat sie scheinbar noch Interesse. Das würde jedoch Regel 2 des Pilots‘ Clubs widersprechen: Wenn wir uns einer Frau annehmen, dann nur dieses eine Mal.

»Da bin ich ganz deiner Meinung«, sage ich mehr aus Höflichkeit.

Ich gehe weiter und reiche der nächsten Flugbegleiterin die Hand. Als ich mit meiner Runde fertig bin, stelle ich mich neben den Kapitän. Mit sonorer Stimme erklärt er der Crew die heutige Flugroute und legt ihnen noch einmal die Wichtigkeit ihrer gemeinsamen Kommunikation nahe. 

Ich nutze die Gelegenheit, mir die Flugbegleiterinnen noch einmal in Ruhe anzuschauen. Alle sind hübsch, aber keine unter ihnen ist dabei, die mich wirklich reizen würde. Langweilige schöne Gesichter. Wie es aussieht, habe ich einen ruhigen Trip vor mir. New York ist immer eine Reise wert, und laut Wettervorhersage soll es schön sommerlich werden. Ich habe vorhin noch kurz mit Brandon telefoniert. Wir haben nach meiner Ankunft einen Männerabend geplant. Guter Whisky. Gute Gespräche. Das Übliche eben. Vielleicht stößt noch einer der anderen Jungs dazu. Das ist der einzige Nachteil, wenn man ständig in der Weltgeschichte unterwegs ist: Man sieht sich kaum. Deshalb haben wir ein festes Treffen einmal im Monat eingerichtet, an dem wir unsere Erlebnisse teilen. 

»Möchtest du noch etwas hinzufügen?«, wendet sich der Kapitän an mich. 

Wir sind schon ein paar Mal miteinander geflogen. Ein ruhiger Mann mit Frau und Kindern. Unsere privaten Interessen gehen meilenweit auseinander. Während er Golf spielen geht, vergnüge ich mich lieber mit unbekannten Frauen. Aber beruflich sind wir auf einer Wellenlänge und vertragen uns bestens. 

»Ich wünsche uns allen einen guten Flug und nette Passagiere«, sage ich und lächele in die Runde. 

Vor uns liegen sieben lange Stunden in der Blechröhre. Da kommt es immer gut an und schenkt Vertrauen, wenn man sich freundlich zeigt. Außerdem ist der Service im Cockpit umso besser. Schließlich versorgen uns die Stewardessen mit Getränken und Essen. Fünfzehn Frauen lächeln zurück. Na also. Läuft doch.

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