Mein persönlicher Blog

Wie gestaltet sich dein Arbeitsalltag als Autorin, ist eine der Fragen die ich häufig höre.

Deshalb habe ich euch mal aufgeschrieben, wie ein ganz normaler Arbeitstag bei mir aussieht:

Ich bin zwar kein Morgenmuffel, aber ich liebe es lange im Bett zu bleiben. Deshalb stehe ich meist erst gegen acht Uhr auf, tapse in die Küche und mache mir dort erst einmal einen Kaffee und mein Porridge fertig. Bewaffnet mit Porridge und Kaffee schluffe ich zurück ins Bett und frühstücke bei einem guten Buch oder einer Folge meiner Lieblingsserie. Ich weiß, dass ist nicht gerade vorbildlich, aber ich genieße diese entspannte Stunde am Morgen.

Wenn ich dann fertig gefrühstückt und geduscht habe, (ich erspare euch meine Morgenroutine im Bad), setzte ich mich an den Schreibtisch.

Dann beginnt der Teil meiner Social Media Arbeit, die zu meinem Job als Selfpublisherin einfach dazu gehört. Schließlich vermarkte ich meine Bücher in Eigenregie und habe keinen Verlag an meiner Seite, der mich diesbezüglich unterstützt.

Ihr findet mich auf allen bekannten Seiten wie zum beispiel Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest. Das mit den Social Media Plattformen hört sich immer so einfach an, beinhaltet aber ein gutes Stück Arbeit, wenn man alle Seiten immer aktuell und interessant gestalten möchte. Der Facebook User will schließlich nicht den gleichen Kram, wie schon zuvor auf Instagram lesen. Deshalb versuche ich unterschiedliche Schwerpunkte auf den verschiedenen Seiten zu setzen.

Instagram: AusmeinerWelt, soll die Leser mehr in die Welt der Fliegerei entführen, gespickt mit kleinen Lebensweisheiten, Erfahrungen und schönen Fotos. Aber auch Tipps und Tricks rund ums Fliegen.

Facebook: AutorinMartinaGercke zeigt mehr meinen Alltag in Hamburg.

Außerdem habe ich eine weitere Seite Martina Gercke Fanpage, die ich auch regelmäßig mit Neuigkeiten zu meinen Büchern versorge. Zusätzlich veranstalte ich hier auch Gewinnspiele rund um meine Bücher.

Twitter ist nicht wirklich mein Medium und ich poste nur selten etwas dort. Kurze Statusmeldungen sind hier eher von mir zu finden.

Pinterest: Hier zeige ich Plätze und Orte zu meinen Büchern, die mir als Vorbild gedient haben. Ich liebe Pinterest und hole mir dort gerne Anregungen, auch für die Fragen in Sachen Mode.

Bevor ich jedoch damit starte, lese ich meine E-Mails und private Nachrichten durch und beantworte sie umgehend. Danach bereite ich meist ein Posting auf Facebook vor.

Auf Instagram poste ich erst gegen Abend, da dort um diese Uhrzeit mehr Aktivität herrscht.

Mittlerweile bin ich meist bei der dritten Tasse Kaffee angelangt.

Wenn ich mit meiner Social Media Arbeit fertig bin, fängt meine eigentliche Arbeit als Autorin an.

Normalerweise lese ich die Seiten des Vortags noch einmal durch und überarbeite, bevor ich wieder mit Schreiben loslege.

Zurzeit befinde ich mich am Anfang einer Geschichte. Da ich nicht zu den Autoren gehöre, die jede Szene bis auf das kleinste Detail ausgearbeitet haben, kommt es in dieser Phase immer wieder zu kleinen Zwangspausen, in denen ich ins Internet gehe um Dinge nachzuschauen oder schlicht nachdenke, wie ich der Szene noch einen Twist geben könnte.

Gegen Mittag lege ich zusammen mit meinem Mann eine kleine Schreibpause ein. Danach geht es dann weiter bis zum späten Nachmittag mit Schreiben. Die Zeit verfliegt meist, wenn es gut läuft.

Ich versuche mir immer ein Schreibziel zu setzen, ansonsten würde ich wohl nie fertig werden. Zurzeit sind es täglich mindestens 2000 Worte zu schreiben. In den heißen Phasen können es aber durchaus mal 5000 Wörter werden. Natürlich habe ich auch mal Tage an denen es gar nicht läuft, was bei mir schlechte Laune in Kombination mit einem unzufriedenen Gefühl hinterlässt.

Mein Kaffeekonsum ist bis dahin auf 5-6 Tassen angestiegen. Zeit aufzuhören.

Danach erledige ich meinen Haushalt.

Nach der langen Dauer am Schreibtisch (zwischen 4 -6 Stunden) brauche ich dringend Bewegung. Deshalb gehe ich nach dem Schreiben meist ins Sportstudio. Spinning, Yoga und Workouts gehören zu meinem wöchentlichen Sportprogramm.

Die Abende gehören ganz meiner Familie. Das ist eine stille Abmachung zwischen mir und meinem Mann, dass ich abends nicht mehr ins Internet gehe oder poste. Mein Mann kocht meist (sehr, sehr gut!) und ich leiste ihm bei einem Glas Wein Gesellschaft. Wir tauschen uns über den Tag aus und lachen auch viel miteinander.

Na und im Durchschnitt gehe ich so gegen elf Uhr ins Bett.

Wie sieht euer Alltag aus?


Viele von euch wissen, dass ich nicht nur als Autorin, sondern auch als Purser bei der Deutschen Lufthansa arbeite. Bevor ich die Frage beantworte, muss ich ein paar Fakten dazu erklären. Denn oft kommt daraufhin die Frage: Was ist ein Purser überhaupt?

Ein Purser ist der Chef der Kabinencrew.

Die Purserlaufbahn ist in meinem Unternehmen in zwei Stufen eingeteilt. Zum einen gibt es den Kurzstrecken-Purser und den Langstrecken-Purser.

Um Langstrecken-Purser zu werden, muss man zuvor als Kurzstrecken-Purser geflogen sein.

Der Kurzstrecken-Purser, auch P1 genannt, ist auf der Langstrecke der Stellvertreter des Langstrecken-Pursers oder auch P2.

Als P2 ist man verantwortlich für das Briefing der Crew vor dem Flug, Überprüfung der Sicherheitskenntnisse der Crew, Einteilung der Arbeitspositionen, die Beladung des Flugzeuges, die Betreuung der Statuskunden, Kommunikation Crew und Cockpit, Leitung und Überwachung bei medizinischen und technischen Notfällen, Technik in der Kabine, Unterhaltungsprogramm der Sitze und noch vieles mehr. Aufgrund der vielen Aufgaben ist der P2 nicht im Service integriert.

Ich kann ohne schlechtes Gewissen behaupten, dass der Job vielfältig ist und jeder Flug eine kleine Herausforderung für mich darstellt. Keine Crew, kein Flug gleichen dem anderen.

Und genau das ist auch einer der Gründe, warum ich nach wie vor als Purser arbeite. Es macht mir schlicht und ergreifend Spaß.

Flugbegleiter/Purser zu sein, ist nicht nur ein Beruf – es ist eine Lebenseinstellung. Man muss flexibel und offen für Neues sein und die Welt mit offenen Armen begrüßen.

Und genau das ist der Grund, warum ich nach wie vor beide Berufe miteinander kombiniere. Dazu muss man sagen, dass ich nur noch Teilzeit fliege. Im Schnitt habe ich zwei Langstreckenflüge im Monat. Die Abwesenheit von Zuhause kann zwischen drei und sieben Tagen pro Flug betragen. Nur ganz selten länger.

Auf meinen Flügen sammele ich Eindrücke und Erfahrungen, die ich zum Teil in meinen Geschichten verarbeite. Es ermöglicht mir über die unterschiedlichsten Orte zu schreiben und meine Leser dorthin zu entführen.

Ich empfinde es als großen Luxus diese Chance zu haben und die netten Rückmeldungen meiner Leser bestätigen mich darin.

Wer mir gerne auf meinen Flügen folgen möchte, der sollte auch auf meiner Instagram-Seite Ausmeinerwelt vorbeischauen, wo ich regelmäßig Bilder von unterwegs poste.

So, ich hoffe, ich konnte einen Teil eurer Fragen zu meinem Beruf beantworten. Solltet ihr noch mehr Fragen dazu haben, dann habt ihr die Gelegenheit sie hier unter meinem Post zu stellen.

Außerdem werde ich bei Instagram jeden Montag „Flightfacts“ posten.

Bis dahin alles Liebe

eure Martina